Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht (Kanon)
Nr. 572 • Evangelisches Gesangbuch
- Durch Hohes und Tiefes /
- Himmel, Erde, Luft und Meer /
- Kommt atmet auf /
- Singt Jubilate /
- EG-Regionalteil Kurhessen-Waldeck /
- EG-Regionalteil Reformierte Kirche /
- EG-Regionalteil Rheinland-Westfalen-Lippe
Lied zum Sonntag
Impulse aus der Reihe KIRCHE IM SWR
Der Beitrag von Meinrad Walter erzählt, wie eine Sternennacht und eine israelische Melodie 1978 den Text zu diesem bekannten Lied inspirierten. Das Lied schlägt Brücken zwischen biblischem Vertrauen, jüdischen Wurzeln und christlicher Tradition – voller Trost, Hoffnung und Licht.
Die Beiträge LIED ZUM SONNTAG im SWR bieten Wissenswertes und persönliche Gedanken zu bekannten Kirchenliedern aus dem Gotteslob oder dem Evangelischen Gesangbuch. Häufig werden sie durch passende Musikeinspielungen ergänzt. Die Sendung ist Teil der kirchlichen Radiovorträge im SWR und entsteht im Wechsel zwischen katholischen und evangelischen Redaktionen. Viel Freude beim Reinhören!
Vielleicht inspiriert dich diese Vorlage dazu, selbst eine Andacht zu diesem Lied zu entwickeln
Quelle: www.kirche-im-swr.de
Idee:
Sterntanz oder Bewegungen in der Kirchenbank
aus „Bewegungen zu Liedern und Gebeten aus dem Gotteslob“
Die Tanz- bzw. Bewegungsidee von Monika Mehringer ist schlicht und kann bereits von den Allerkleinsten mitvollzogen werden. Da sich das Lied auch besonders für die Advents- und die Fastenzeit eignet, ist es schön, dass am Ende des Tanzes ein Stern sichtbar wird, wenn sich eine Gruppe von Kindern oder Erwachsenen im Kreis aufstellt. Die Bewegungen lassen sich jedoch auch in der Kirchenbank ausführen.
Quelle: www.kinderpastoral.de Gesammelt und illustriert von Monika Mehringer, Fachbereich Kinderpastoral, Erzbistum München und Freising, Stand Juli 2016
Idee:
Die bewegende Lebensgeschichte des Joseph Jacobsen
Der jüdische Musiklehrer Joseph Jacobsen komponierte den Kanon „ṾiYhuda le‘olam teshev“ 1935 in Hamburg. Zu dieser Zeit war er Lehrer an der Talmud-Tora-Schule in Hamburg. Seine bewegende Lebensgeschichte ist typisch für viele jüdische Musikschaffende dieser Zeit. Wer mehr erfahren möchte, kann im Lexikon der Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit der Universität Hamburg nachlesen.
Es ist wichtig, sich mit den Schicksalen jüdischer Musikerinnen und Musiker auseinanderzusetzen, um ihr Wirken, ihre kulturelle Bedeutung und das durch Verfolgung und Vertreibung ausgelöschte musikalische Erbe nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Quelle: Das Foto stammt "Joseph Jacobsen dirigiert einen Chor von Schülern der Talmud-Tora-Schule in Hamburg (Anfang 1930er Jahre)" stammt aus dieser Veröffentlichung: Ursula Randt, Michael Jacobsen: Jacobsen, Joseph („Jola“), in: Hawa Naschira. Auf! Laßt uns singen! Bd. 2: Lexikon, Dagmar Deuring, Zew Walter Gotthold, Rainer Licht, Jochen Wiegandt (Hg.), Hamburg, München: Dölling & Galitz, 2001, S. 133-136.
Idee:
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Lied und Bildtext
Über ein Bibelwort in's Gespräch zum Lied kommen
Das Bibelwort eröffnet einen Impuls, um über das Thema des Liedes ins Gespräch zu kommen. Ob projiziert oder als Ausdruck in der Gruppe verteilt – es lädt zur gemeinsamen Auseinandersetzung ein. Auf der Rückseite steht eine Strophe oder ein Textausschnitt des Liedes. Welche Bezüge lassen sich zwischen Bibeltext und Lied entdecken? Welche Fragen ergeben sich daraus neu?
Idee:
Eine Tanzidee
Ganz einfacher und ruhiger Schreittanz – auch für Tanzmuffel geeignet
Aufstellung angefasst mit dem Gesicht in einem größeren Außenkreis (A) und einem kleineren Innenkreis (B). Gruppe A beginnt mit Singen und Tanzen. Gruppe B beginnt mit dem ersten Kanon-Einsatz.
"Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht, es hat Hoffnung und Zukunft gebracht."
= 8 Schritte auf Halbe mit Blick in Kreisrichtung: rechts-links-rechts-links usw.
"Es gibt Trost, es gibt Halt in Bedrängnis, Not und Ängsten, ist wie ein Stern in der Dunkelheit."
= hin und her wiegen am Platz, Blick in die Mitte mit angefassten und erhobenen Armen
Quelle: YouTube-Kanal Pedagovila (Spanien): contacto@pedagovila.com
Idee:
Lied als Rahmung für eine biblische Lesung auswählen
Der Kanon kann als schlichter Singvers jeweils vor und nach der Lesung (gern auch mit Wiederholung) einstimmig gesungen werden oder nach der Lesung in einer mehrstimmigen Fassung klanglich entfaltet werden. Besonders schön ist es, wenn ein Kinderchor diese liturgische Rolle übernimmt. Zahlreiche Bibelstellen greifen die thematischen Leitworte "Wort Gottes", "Trost, Halt, Bedrängnis" (z. B. in den Psalmen) oder das Bild des göttlichen Sterns als Wegweiser (in der Epiphaniaszeit) auf.
Idee:
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Lied entdeckenLied trifft Bild
Über ein Bild in's Gespräch zum Lied kommen
Das Bild dient als Impuls, um sich vertieft mit dem Inhalt des Liedes auseinanderzusetzen. Ob projiziert oder ausgelegt – es bietet einen möglichen Ausgangspunkt für ein Gespräch in einer Gruppe. Auf der Rückseite der Kachel ist eine Strophe oder ein Textausschnitt des Liedes abgedruckt.
Quelle: Foto: Ulf Pankoke (privat)
Idee:
Das Lied in der Originalsprache (Hebräisch) anhören
Eine Reise nach Israel, ein überwältigender Sternenhimmel, die Erinnerung an einen Bibelvers … Der jüdische Musikpädagoge Joseph Jacobsen schrieb 1935 in Hamburg den Kanon „ṾiYhuda le‘olam teshev“. Viele Jahrzehnte später, 1978, machte der katholische Priester Hans-Hermann Bittger während einer Pilgerreise nach Israel eine prägende Erfahrung: Unter freiem Himmel erlebte er eine Nacht, „so leuchtend und überwältigend wie nie zuvor und niemals danach“. Wenig später hörte er Jacobsens Musik im Radio. Spontan schrieb er dazu einen neuen Text, in dem er die Eindrücke dieser Reise verarbeitete.
Das Internet bietet eine Fülle von Vertonungen. Empfehlenswert ist es auch – zum Beispiel mit einer Gruppe oder Singgemeinschaft – den Kanon mit hebräischem Originaltext anzuhören.
Idee: