Lied vermitteln

Die Nacht ist vorgedrungen

Nr. 16 • Evangelisches Gesangbuch
Nr. 46 • Neues Evangelisches Gesangbuch (Erprobung)

  • Gotteslob
Idee 7/7

Singanlässe

Anmerkungen

Klepper selbst gibt dem Lied die Überschrift ‚Weihnachtslied‘. Durch das Motiv des Morgensterns ist es jedoch in die Adventszeit gerückt – in die Zeit der Erwartung und der Vorfreude auf das kommende Licht. Oft ist das Lied in Liederbüchern zur Bestattung zu finden; zugleich ist es ein Lied des Trostes und der Hoffnung auf Errettung.

Idee: Christian Finke

Idee 6/7

Liedpredigt

aus "Göttinger Predigten im Internet"

Warum rührt uns dieses Lied so besonders an? Eine Liedpredigt von Prof. Dr. Rüdiger Lux.

 

Zur Liedpredigt

 

Vielleicht regt dich diese Vorlage an eine eigene Liedandacht oder Liedpredigt zu schreiben.

Idee: Rüdiger Lux

Idee 5/7

In Gruppen singen

Anregung zum Lied aus der Reihe „Impulse zum EG“

Die Singenden bilden drei Gruppen. Das Lied wird einstimmig gesungen bis „der stimme froh mit ein“. Die Schlusszeile wird im dreifachen Kanon mit sich selbst gesungen. Jede Gruppe singt die Zeile einmal (auslaufender Schluss). Einsatz der zweiten und dritten Gruppe jeweils bei der Silbe „bescheinet“ der vorigen Gruppe. Die Gruppen können unterschiedlich stark besetzt sein, dann ergibt sich eine Echo-Wirkung (abnehmende Stärke) oder eine Crescendo-Wirkung (zunehmende Stärke). Die Gruppen zwei und drei können an verschiedenen Stellen im Raum platziert werden, z.B. Westempore (Orgel) und Altarraum, so dass der Klang hin- und hergeht

 

 

Zur Singidee

 

 

 

Idee: Christa Kirschbaum

Du hast auch eine Vermittlungsidee?
Dann schick sie uns zu!

Zum Kontaktformular
Idee 4/7

Theologie trifft Musik: Lieder im Gespräch

Ein Beitrag aus der Reihe "Der Wochenliederpodcast"

"Gott will im Dunkel wohnen und hat es doch erhellt". So beginnt die letzte Strophe des Wochenliedes für den 3. Advent. Es heißt "Die Nacht ist vorgedrungen". Jochen Klepper hat den Text geschrieben, Johannes Petzold die Melodie. Genug Stoff für 50 Minuten Gespräch.

 

Im Wochenliederpodcast der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens nehmen sich eine Kirchenmusikerin und eine Theologin in jeder Folge eines der evangelischen Wochenlieder vor. Sie sprechen über Geschichte, Melodie und Text des Liedes und geben Anregungen, wie es im Gottesdienst eingesetzt werden kann. Gesprächspartnerinnen sind Martina Hergt von der Arbeitsstelle für Kirchenmusik in Sachsen und Kathrin Mette von der Sächsischen Ehrenamtsakademie. Gelegentlich begrüßen sie auch Gäste im Wochenliederpodcast.

Idee: Martina HergtKathrin Mette

Idee 3/7

Das Wochenlied im evangelischen Gottesdienst

Liturgischer Kalender

Dieses Lied ist als Wochenlied für den 3. Sonntag im Advent vorgesehen.

Das Wochenlied – früher auch Graduallied genannt – ist ein zentraler Bestandteil des evangelischen Gottesdienstes. Es gehört neben dem Psalm, dem Wochenspruch und den Lesungstexten zum Proprium des jeweiligen Sonn- oder Feiertages, also zu den wechselnden Stücken eines Gottesdienstes.

Das Wochenlied steht in engem inhaltlichem Zusammenhang mit den biblischen Lesungen und dem theologischen Schwerpunkt des jeweiligen Tages. Es vertieft und deutet die Botschaft des Sonntags auf musikalische Weise.

In der Regel werden zwei Lieder als Auswahl vorgeschlagen.

Mehr erfahren zur Prägung des jeweiligen Sonn- bzw. Feiertages und zum Zusammenspiel mit dem jeweiligen Wochenlied?

 

Zum Liturgischen Kalender

Quelle: www.kirchenjahr-evangelisch.de | Herausgeber: Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD), Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) und Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche)

Idee: Martina Hergt

Idee 2/7

Der Morgenstern

Querverweise

Der Überlieferung nach war es der griechische Mathematiker und Philosoph Pythagoras von Samos (570 bis 500 v. Chr.), der als erster erkannte, dass es sich bei Abend- und Morgenstern um ein und denselben Himmelskörper handelt. Nach nicht ganz eindeutigen historischen Quellen soll schon Herakleides Pontikos (390 bis 322 v. Chr.), ein Schüler von Platon, daraus den Schluss gezogen haben, dass die Venus die Sonne umkreist.

Der Morgenstern ist wie bei dem Abendstern also eine Bezeichnung für den hellen Planeten Venus. Als allmorgendlicher Künder des neuen Tages ist er ein Symbol ständiger Erneuerung oder ewiger Wiederkehr. Als ein Symbol des über die Nacht siegenden Lichts, ist der Morgenstern daher im Christentum ein Sinnbild Christi oder Marias.

 

 

Der Morgenstern in geistlichen Liedern: 

O komm, o komm, du Morgenstern (Veni, veni Emmanuel) | Otmar Schulz /  siehe auch O-Antiphonen
Herr Christ der einig Gotts Sohn (Strophe 1) | Elisabeth Cruciger
Der Morgenstern ist aufgedrungen | Daniel Rumpius
Wie schön leuchtet der Morgenstern | Philipp Nicolai
O Christe, Morgensterne |  Bartholomäus Gesius
Ich glaube, daß die Heiligen (Strophe 2) | Philipp Friedrich Hiller
Einer ist's, an dem wir hangen (Strophe 4) | Albert Knapp
All Morgen ist ganz frisch und neu (Strophe 2) | Johannes Zwick
Steht auf ihr lieben Kindelein (Strophe 1 und  4) | Erasmus Alber
Freu dich sehr, o meine Seele (Strophe 6) | Christoph Demantius
Morgenstern | Albert Frey

 

 

Idee: Maria Döhler

Du möchtest mehr über dieses Lied erfahren?

Lied entdecken
Idee 1/7

Meditative Annäherungen

Gesang in einer Gruppe

Meditative Annäherungen
Eine meditative Erschließung kann bereits vor dem gemeinsamen Singen beginnen, indem die Melodie einstimmig erklingt – etwa durch eine gesummte Einzelstimme oder ein einzelnes Melodieinstrument in einem halligen Kirchenraum. Denkbar ist auch ein ruhiger Klangteppich aus einem c-Moll-Akkord oder einem Cluster (c–d–es–g), der unter der Melodie liegt (mit Ausnahme der Zeile „der Stimme froh mit ein“, entsprechend auch in den anderen Strophen). In einer tieferen Melodietonlage erklingt ein h-Moll-Akkord oder ein Cluster als Klangteppich, der unter der Melodie liegt.
Innerhalb der Strophen kann zudem ein dialogischer Wechselgesang gestaltet werden: Männer- und Frauenstimmen singen einstimmig im Wechsel, etwa mit einem Wechsel im dritten Zeilenabschnitt, während die letzte Textzeile gemeinsam gesungen wird. (! Ausnahme: Dies ist allerdings in der dritten Strophe nicht umsetzbar).

 

Instrumentale Entfaltung
Das Lied eignet sich gut für eine instrumentale, improvisierte Weiterführung oder Vertiefung, beispielsweise durch Saxophon, Orgel oder ein anderes Melodieinstrument, das die Stimmung aufnimmt und weiterträgt.

 

Impulsfrage
Was sind die Nächte deines Lebens? Welche Gedanken kommen dir in der Nacht, die du am Tag nicht zulässt?

Idee: Maria Döhler